
Pieter de Hooch · PD
Figuren in einem Hof hinter einem Haus
Details
Die Geschichte
Um 1663, in seinen Delfter Jahren, führt Pieter de Hooch seine Figuren aus dem Halbdunkel der Stuben hinaus ins Freie, in die sonnenbeschienenen Hinterhöfe der Häuser. Im Schatten eines Wetterdachs presst eine Frau eine Zitrone in ihr Glas, während ihr Begleiter ihren Blick zu erhaschen sucht. Zwei Mägde sind nah dabei geschäftig, die eine schenkt ein, die andere scheuert einen Kessel. Die Zitrone ist kein Zufall. Im Holland des 17. Jahrhunderts glaubte man, ihre Säure kühle den Kopf und dämpfe eine allzu heftige Verliebtheit. Mit der ihm eigenen Genauigkeit fügt de Hooch die Räume aneinander, den hellen Hof und den dunklen Durchgang, der sich in der Tiefe zu einem anderen Licht öffnet.




