
Titian · PD
Flora
Details
Die Geschichte
Um 1517 war Titian in Venedig ein aufstrebender Maler, gerade dabei, nach dem frühen Tod Giorgiones die erste Stelle in der Stadt einzunehmen. In diesen Jahren entstand dieses Bild einer jungen Frau mit gelöstem goldblondem Haar, das Hemd über die Schulter gerutscht, in der Hand ein Bündel Frühlingsblüten. Nach diesen Blumen nannte man sie später Flora, nach der römischen Göttin des Frühlings und der Blüte. Ob eine Braut gemeint ist, deren Blumen auf die Hochzeit deuten, oder eine Kurtisane, darüber sind sich die Fachleute bis heute nicht einig. Titian legt es ganz auf das ideale Frauenbild seiner Zeit an: helle Haut, weiche Formen, ein ruhiger Blick zur Seite. Die Blüten in ihrer Hand sind Rosen, Veilchen und Jasmin.




