Venus von Urbino

Titian, Venus of Urbino, 1538. Wikimedia Commons. · PD

Venus von Urbino


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Details

Künstler
Tizian
Museum
Uffizien
Jahr
1538
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
119 × 165,5 cm

Die Geschichte

Venedig, 1538. Tizian malt für Guidobaldo II. della Rovere, den jungen Herzog von Urbino, eine liegende Frau in einem vornehmen venezianischen Schlafgemach. Der Herzog nannte sie in seinen Briefen schlicht die nackte Frau, erst später wurde daraus die Venus von Urbino. Giorgiones schlafende Venus, die Tizian als junger Mann mit vollendet hatte, ruhte noch draußen in der Landschaft. Diese Frau liegt mitten im Haus. Hinter ihr knien Mägde an einer Truhe, dem cassone einer Aussteuer, und zu ihren Füßen rollt sich ein kleiner Hund zusammen, ein altes Zeichen ehelicher Treue. Sie schaut den Betrachter direkt an, die Hand ruht selbstverständlich in ihrem Schoß. Vieles spricht dafür, dass das Bild an Guidobaldos junge Ehefrau ging, halb Idealbild, halb Anleitung zu Liebe und Treue im eigenen Haus. Rund drei Jahrhunderte später stand Mark Twain davor und nannte es das anstößigste Gemälde der Welt. Es hängt heute in den Uffizien, wenige Säle von Botticellis Venus entfernt, die aus dem Meer geboren wird.

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