
Daniel Seghers / Cornelis Schut · PD
Blumengirlande um die Jungfrau mit Kind
Details
Die Geschichte
Diese Girlande ist auf eine Kupferplatte gemalt. Kupfer nahm man, wenn die Farbe auf einem harten, nicht saugenden Grund liegen und ihren Glanz behalten sollte, und solche Platten sind gewöhnlich klein. Diese ist 84 Zentimeter hoch, ein großes Stück Metall zum Bemalen.
In der Autorenzeile des Museums steht Daniel Seghers für die Blumen und danach Cornelis Schut, mit einem Fragezeichen hinter dem Namen. Der Prado-Katalog von 1857 kannte diesen Zweifel nicht und hielt schlicht fest, die Figuren seien von Schut.
1794 hing die Platte in Aranjuez im Oratorium, und der Schätzer, der die Bilder Karls III. aufnahm, notierte den Maler als Theatiner oder Daniel Serges. Den Orden verwechselte er, den Namen verstümmelte er, doch er sah genau hin und hielt fest, dass das Kind in den Armen der Mutter schläft.
Unten rechts auf der Vorderseite sitzt eine kleine Lilie. Es ist das Sammlungszeichen Elisabeth Farneses, der Gemahlin Philipps V., in deren Räumen in La Granja das Kupfer gehangen hatte.




