
Jean-Baptiste Camille Corot · PD
Wald von Fontainebleau
Details
Die Geschichte
Corot stellte diese große Leinwand im Salon von 1846 aus, und das Museum in Boston wertet ihre Annahme als wichtigen Schritt für ihn. Die Jury ließ eine große Landschaft nur selten zu, wenn kein mythologisches oder historisches Thema sie trug. Hier gibt es keines. Eine Kuh steht im Wasser eines Waldtümpels zwischen Sandsteinblöcken, ein Hirte treibt weiteres Vieh unter den Bäumen hervor, und Eichen füllen den größten Teil des Himmels. Nach dem Salon kam das Bild zurück ins Atelier und blieb dort 26 Jahre. Im Juli 1870 erblindete der Landschaftsmaler Auguste Anastasi, der bei Corot gelernt hatte, vollständig. Anfang 1872 stifteten seine Kollegen Werke für eine Versteigerung zu seinen Gunsten im Pariser Hôtel Drouot, und Corot gab dieses hier. Alfred Robaut, der Freund, der später sein Werkverzeichnis erarbeitete, kaufte es für 4000 Francs. Nach Robauts Angaben hat Corot es erst nach der Auktion signiert.




