
Paul Cézanne · PD
Früchte, Serviette und Milchkanne
Details
Die Geschichte
In den 1920er-Jahren hing dieses Stillleben in Breslau, bei Max Silberberg, einem jüdischen Industriellen, der dort eine bedeutende Sammlung französischer Malerei zusammengetragen hatte. Im Juni 1932 kam es in Paris zur Versteigerung und fand keinen Käufer. Gemalt hat Cézanne das Bild um 1880 oder 1881. Auf einer hölzernen Truhe vor einer Wand mit Rautentapete liegen ganz alltägliche Dinge: Äpfel, ein kleines Brot, ein Messer, eine zerknüllte Serviette, ein Glas und eine hohe Milchkanne aus Blech. Das Musée de l'Orangerie in Paris, wo das Bild heute hängt, sieht das Neue daran vor allem im ungewöhnlichen Blickwinkel auf die Gegenstände und in einer kühleren, überwiegend grünen Farbigkeit. Die Rauten der Tapete wiederholen dahinter dieselbe strenge Geometrie.




