Heinrich IV. lässt Lebensmittel nach Paris bringen (August 1590)

Heinrich IV. lässt Lebensmittel nach Paris bringen (August 1590)


Details

Museum
Louvre
Jahr
1783
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
157 × 192 cm

Die Geschichte

Im Frühjahr 1783 bestellte die königliche Bauverwaltung eine Folge von Gemälden über das Leben Heinrichs IV., die in der Pariser Gobelin-Manufaktur als Tapisserien gewebt werden sollten. Heinrich, der erste Bourbonenkönig, war der Vorfahr, den die Monarchie am liebsten vorzeigte, der gute König, der für sein Volk sorgte, und die Minister Ludwigs XVI. sahen ihn gern an den Wänden. Vincent malte diese Leinwand noch im selben Jahr für die Folge.

Die Szene spielt während der Belagerung von Paris im Sommer 1590. Heinrich war damals Protestant, die katholische Liga, die die Hauptstadt hielt, erkannte ihn nicht als König an, und sein Heer hungerte die Stadt seit Monaten aus. Das Bild erzählt die Geschichte, dass er, von der Not gerührt, Lebensmittel zu den Belagerten durchließ. Er steht in Rüstung auf einer Anhöhe vor der Stadt, ein Offizier neben ihm weist mit dem Degen auf das ferne Paris, und vorn lehnt ein Mann an einem Proviantfass neben einer Kanone.

Gewebt wurde die Tapisserie nie. 1794 befand eine Revolutionsjury das Bild für ungeeignet als Vorlage für einen Wandteppich, und es kam später ins Museum zurück. Fünf weitere Gemälde, die zwischen 1784 und 1787 für dieselbe Folge entstanden, befinden sich als Leihgabe in Fontainebleau.

Frag nach, was immer du gelesen hast. Hol dir die App.