
Andrea Mantegna · PD
Heilige Familie mit der heiligen Elisabeth und dem Johannesknaben
Details
Die Geschichte
Um 1495, in Mantegnas späten Jahren, trägt dieses Andachtsbild zugleich die Erinnerung an eine viel ältere Welt in sich. Der Maler hatte jahrzehntelang römische Sarkophagreliefs studiert, und genau diese Antikenerfahrung bestimmt die ganze Komposition. Maria, das Christuskind, die heilige Elisabeth und der junge Johannes der Täufer sind so eng zusammengedrängt, dass die Gruppe fast wie ein gemeißelter Fries wirkt. Das Christuskind ist die einzige Figur in ganzer Länge und steht auf Marias Oberschenkel in klarem Kontrapost. Eine Landschaft fehlt ebenso wie ein erzählerischer Raum, der die Szene öffnen würde. Diese Leere wirkt absichtlich und lenkt das Bild auf private Andacht. Eine Reinigung im Jahr 2001, durchgeführt mit dem Getty Museum, brachte Farben und Zeichnung zurück, die lange unter altem Firnis verborgen waren.




