
Master of the Saint Lambrecht Votive Altarpiece · PD
Hl. Dreifaltigkeit („Not Gottes“)
Details
Die Geschichte
Die ganze Tafel misst samt Rahmen kaum 25 Zentimeter in der Höhe. Gemalt wurde sie um 1420 bis 1430, wahrscheinlich in Wien oder Wiener Neustadt, und sie verlangt, dass man ganz nah herantritt. Gottvater mit grauem Bart drückt seinen toten Sohn an die Brust. Christus trägt noch die Dornenkrone, an Hand und Seite sind die Wunden zu sehen. Engel in Rot, Blau und Grün drängen sich um die beiden, manche heben die Hände, einer faltet sie zum Gebet. Die Taube des Heiligen Geistes ist so klein, dass man sie leicht übersieht. Diese Form des Gnadenstuhls heißt „Not Gottes“, weil der Vater den Leichnam des Sohnes selbst in den Armen hält. Solche Bilder dienten der Andacht, dem betrachtenden Mitgehen auf dem Leidensweg Christi. Der Rahmen ist noch der ursprüngliche, und feine Risse ziehen sich über ihn ebenso wie über den Goldgrund.

