Hydria mit Herakles und Geryon

Hydria mit Herakles und Geryon


Details

Künstler
Lydos
Technik
Ton, attisch schwarzfigurig, Hydria
Gattung
Vase

Die Geschichte

Geryon wohnte dort, wo für die Griechen die Welt aufhörte, jenseits der Meerenge, an der das Mittelmeer in den Ozean übergeht. Er war ein Riese mit drei Leibern, die an der Hüfte zusammengewachsen waren, und besaß eine Herde roter Rinder. Diese Rinder zu holen, gehörte zu den Arbeiten des Herakles.

Lydos hat den Kampf auf den Bauch dieser Wasserkanne gemalt. Geryon rückt als drei Krieger hinter einer Wand aus Rundschilden vor, sein Hirte Eurytion liegt schon am Boden. Auf der Schulter darüber sitzt eine Sirene zwischen zwei Löwen.

Die Fachleute zählen die Hydria zu den frühen Werken des Lydos und setzen sie um die Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. an. Im selben Jahrhundert erzählte der sizilische Dichter Stesichoros die Geschichte ausführlich. Bruchstücke seines Gedichts, 1967 aus einem ägyptischen Papyrus veröffentlicht, lassen Geryon selbst zu Wort kommen, der vor dem Kampf über seinen Tod nachdenkt. Die Vase stammt wahrscheinlich aus einem Grab in Cerveteri in Etrurien.

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