Die Infantin Isabella Clara Eugenia

Die Infantin Isabella Clara Eugenia


Details

Jahr
1577
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
116 × 102 cm

Die Geschichte

Ein spanisches Hofbildnis wirkt wortkarg. Mitteilung ist hier trotzdem fast alles: das weiß-goldene Kleid mit seiner Stickerei, die Perlen im Haar, die steife Halskrause, das Tuch in der Linken und die Rechte, die auf dem karmesinroten Sessel ruht und damit den Rang der Dargestellten benennt. Das Mädchen ist etwa 11 Jahre alt und die älteste Tochter Philipps II. Im Juli 1577 schrieb Ana de Dietrichstein, Hofdame und Tochter des kaiserlichen Gesandten in Madrid, über eine Sendung von Bildnissen, die Madrid verließ. Verhandelt wurde damals eine Ehe zwischen Isabella Clara Eugenia und ihrem Vetter Rudolf II., dem Kaiser. Daraus wurde nichts. Sie blieb am Hof ihres Vaters, der sie in seine Akten sehen ließ, und ging erst mit über dreißig als Gemahlin Erzherzog Albrechts nach Brüssel, wo die beiden die Niederlande gemeinsam regierten. Seine Signatur setzte Sánchez Coello in die Fensternische über dem Sessel, mit der Jahreszahl 1577, die das Museum heute gegen die früher gelesene Datierung 1579 hält.

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