Interieur mit einer Frau, die sich die Hände wäscht

Interieur mit einer Frau, die sich die Hände wäscht


Details

Jahr
1675
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
49,2 × 39,6 cm

Die Geschichte

Eine junge Frau wäscht sich die Hände mit Wasser aus einer silbernen Kanne. Hinter ihr kümmern sich andere Frauen um einen Kunden, und das Mauritshuis deutet den Raum als elegantes Bordell. Die Geste selbst lässt das Museum offen. Vielleicht wäscht sie sich, nachdem ein Freier gegangen ist, vielleicht wäscht sie ihre Hände in Unschuld, als gingen sie die Sünden ringsum nichts an. Van der Neer signierte und datierte die Tafel 1675 am Fuß einer Säule.

Für diese Feinheit zahlten Sammler gut. 1743 brachte das Bild auf einer Haager Auktion 610 Gulden, 1785 in Dordrecht schon 2400, und später besaßen es der englische Sammler William Beckford und die Londoner Rothschilds. Nach einer Londoner Versteigerung 1937 kam es an den Amsterdamer Bankier Fritz Mannheimer, und 1940, nach seinem Tod, wurde seine Sammlung für das von Hitler geplante Museum in Linz verkauft. Nach dem Krieg nahm der niederländische Staat es als Teil der Sammlung Nederlands Kunstbezit in seine Obhut. Seit 1948 hängt es im Mauritshuis, 1960 wurde es ihm übertragen.

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