Interieur mit etruskischer Vase

Francesco Bini · CC-BY-SA-4.0

Interieur mit etruskischer Vase


Details

Künstler
Henri Matisse
Jahr
1940
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
73,7 × 108 cm

Die Geschichte

Anfang 1940, etwa ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn, arbeitete Matisse in Nizza, in seiner Atelierwohnung im ehemaligen Hôtel Régina. Dort entstand dieses Interieur. Eine Frau sitzt an einem dunklen Tisch mit einem aufgeschlagenen Buch und verstreuten Früchten, umstellt von Philodendren in Töpfen. Hinter ihr hängt ein roter, gemusterter Vorhang, rechts steht eine große orangefarbene antike Vase, die dem Bild den Titel gab. In einem Brief an einen Freund schrieb Matisse, die Arbeit gebe ihm das Gleichgewicht, um dem Unglück draußen standzuhalten. Das Bild selbst geriet bald mitten hinein. Noch 1940 war es bei seinem Händler Paul Rosenberg in Bordeaux, wo es der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg beschlagnahmte, eine NS-Dienststelle für den Kunstraub. 1941 gehörte es Hermann Göring, der es an den deutschen Händler Gustav Rochlitz weitertauschte. 1946 tauchte es im Central Collecting Point in München auf und ging an Rosenbergs Galerie zurück, die inzwischen in New York saß. Über einen Sammler in Chicago und die New Yorker Galerie von Matisse' Sohn Pierre kam es 1952 nach Cleveland.

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