
Interieur mit Figuren in einer Gemäldegalerie
Details
Die Geschichte
Von dem, was an diesen Wänden hängt, stammt kaum etwas von dem Mann, der die Arbeit leitete. Gonzales Coques, ein Maler in Antwerpen, führte 1672 die Regie über diese große Leinwand und malte selbst die eleganten Figuren im Vordergrund. Die Architektur des prächtigen Saals übernahm ein Spezialist. Die Bilder an den Wänden geben Werke von gut einem Dutzend Antwerpener Malern jener Jahre wieder, darunter Erasmus Quellinus, Pieter Boel und Jan van Kessel, dazu Kopien nach Rubens, van Dyck und Velázquez. Für die Betrachter damals lag ein guter Teil des Vergnügens darin, möglichst viele Meister zu erkennen. Eine technische Untersuchung von 2001 ergab, dass die kleinen Bilder von höchstens fünf Händen stammen, die dargestellten Maler also keineswegs alle ihr eigenes Werk beisteuerten. 1741 befand sich das Gemälde in Antwerpen, später im Palast Het Loo, und 1763 kam es in die Sammlung von Prinz Willem V. Es gehört dem Mauritshuis und hängt in der Galerie Prinz Willem V., wo die Bilder des Prinzen bis heute Rahmen an Rahmen hängen, ganz ähnlich wie auf dieser Leinwand.