Interieur mit vier Figuren, römisch

Interieur mit vier Figuren, römisch


Details

Jahr
1925
Technik
Öl

Die Geschichte

Vier Gestalten teilen sich einen flachen, bühnenartigen Raum, zwei Männer und zwei Frauen, aufgebaut wie gemalte Skulpturen auf strengen geometrischen Flächen. Sie überschneiden sich, doch keine der Figuren blickt die andere an oder scheint von ihr zu wissen. Schlemmer gab dem Bild von 1925 einen doppelten Titel, Römisches oder Vier Figuren im Raum, wobei manche Kataloge sogar fünf zählen. Keine zehn Jahre später galt eine solche Malerei den neuen Machthabern als untragbar für ein deutsches Museum. 1937 wurde das Werk aus öffentlichem Besitz gezogen und in der Münchner Schau der sogenannten entarteten Kunst gehängt, die moderne Malerei dem Spott preisgeben sollte. Zwei Jahre darauf stand es zum Verkauf, abgewickelt vom Händler Karl Buchholz im Auftrag des Propagandaministeriums, das beschlagnahmte Moderne still in Devisen verwandelte. Das Kunstmuseum Basel erwarb es 1939, als eines aus einer kleinen Gruppe dieser verstoßenen Werke, mit einem eigens bewilligten Kredit. Seither hängt es in Basel.

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