Jupiter als Satyr bei Antiope

Anthony van Dyck · PD

Jupiter als Satyr bei Antiope


Details

Jahr
1620
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
112,5 × 151 cm

Die Geschichte

1938 kaufte der Berliner Kunsthändler Karl Haberstock diese Leinwand für die Sammlung Linz, die Hitler für ein geplantes Museum zusammentragen ließ. Gebaut wurde das Museum nie. 1945 lag das Bild im Central Collecting Point in München, wo die Alliierten die geborgenen Werke sichteten, danach ging es an die Bundesrepublik. Seit 1966 ist es Leihgabe des Bundes im Wallraf-Richartz-Museum und trägt dort eine Depositumsnummer statt einer Kölner Inventarnummer.

Der Stoff stammt aus den Metamorphosen Ovids. Jupiter begehrte Antiope, die Tochter eines thebanischen Königs, nahm die Gestalt eines Satyrs an und kam über sie, während sie schlief. Ovid führt die Szene unter den Verwandlungen auf, mit denen sich die Götter Frauen näherten. Antiope gebar ihm später Zwillingssöhne. Van Dyck hält den Augenblick fest, in dem die zottige Gestalt ihr das Tuch wegzieht. Der Adler rechts im Dunkeln ist Jupiters Vogel und verrät, wer der Satyr in Wahrheit ist.

Van Dyck war etwa 20 und arbeitete in Antwerpen, als das Bild entstand, irgendwann zwischen 1617 und 1620. Eine größere Fassung derselben Komposition befindet sich in Gent, dazu sind mehrere alte Wiederholungen und Kopien überliefert.

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