
Francisco Goya, La maja desnuda, 1800. Wikimedia Commons. · PD
Die nackte Maja
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Die Geschichte
Madrid, um 1800. Das Bild taucht im Inventar von Manuel Godoy auf, dem allmächtigen Ministerpräsidenten und Günstling der Königin, in dessen privatem Kabinett es zusammen mit anderen Aktbildern hing, verborgen hinter der bekleideten Fassung, die man davorschieben konnte. Goyas nackte Maja liegt auf einem Diwan, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, und blickt den Betrachter offen an. Ungewöhnlich für die spanische Malerei war, dass hier eine wirkliche Frau ganz ohne mythologischen Vorwand nackt erscheint, mit angedeuteter Schambehaarung, was zuvor kaum ein Bild wagte. Wer die Maja war, ist bis heute ungeklärt. Lange vermutete man die Herzogin von Alba, doch belegen lässt sich das nicht. Als Godoy 1808 stürzte, beschlagnahmte der Staat seine Sammlung, und einige Jahre später musste Goya sich für das Bild vor der Inquisition verantworten. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hängt es im Prado, neben der bekleideten Maja, für die er dieselbe Pose noch einmal malte.





