
Lakonische Trinkschale mit Herakles und den Amazonen
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Die Geschichte
Sparta gilt als Stadt der Krieger, die für Kunst keine Zeit hatten, ein Bild, das vor allem spätere Autoren gezeichnet haben. Um 560 v. Chr. gab es dort Werkstätten, die feine bemalte Trinkschalen herstellten, und die gingen weit über das Meer, nach Samos, nach Tarent in Süditalien und zu den Etruskern.
Das Hauptbild dieser Schale liegt im Inneren, wo es die lakonischen Maler gern unterbrachten. Herakles, nackt und bärtig, hebt das Schwert und setzt zwei Amazonen nach, den Kriegerinnen des griechischen Mythos. Er war der Lieblingsheld der lakonischen Vasenmaler, und beide Königshäuser Spartas führten ihre Abstammung auf ihn zurück. Unter der Szene füllt ein Band aus Lotosblüten und Palmetten das Segment, und hinter dem Helden sitzt eine kleine Eidechse, die das Museumsetikett eigens erwähnt. Die Schale befand sich einst in einer Privatsammlung in Rom, ihr Fundort ist nicht überliefert.