
Armin Kleiner · CC-BY-SA-4.0
Beweinung Christi
Details
Die Geschichte
Dieses Bild überrascht, weil es unvollendet wirkt. Bellini malte es fast ganz in Grautönen, im Helldunkel, ohne die leuchtenden Farben, die ihn in Venedig um 1490 berühmt gemacht hatten. Viele Fachleute halten das für gewollt. Vielleicht ein Muster für die Werkstatt oder eine Probe der Komposition vor dem endgültigen Werk. Zu sehen sind Maria und Johannes, die am Boden den vom Kreuz genommenen Leichnam Christi stützen, umgeben von weiteren Gestalten. Das Bild machte einen merkwürdigen Weg: Ein venezianischer Doge schenkte es Großherzog Ferdinand III. von Toskana im Tausch gegen eine Schnupftabakdose aus Hartstein, und 1798 gab der Großherzog es den Uffizien, wo es bis heute hängt.




