
Landschaft mit einem Zug
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Die Geschichte
1887 zog die Eisenbahn noch frische Linien durch die holländischen Polder, und die Maler der Haager Schule hielten sie meist aus ihren Bildern heraus. Sie liebten das alte Land: Mühlen, Gräben, Kühe im stillen Wasser. Ihre französischen Zeitgenossen malten Bahnhöfe und Dampf. Die Niederländer ließen die Maschinen draußen. Gabriël machte es hier umgekehrt. Über die flache grüne Ebene zieht ein niedriges Band aus Rauch, ein kleiner Dampfzug kommt auf den Betrachter zu, und eine Reihe Telegrafenmasten begleitet das Gleis. Die Studien dazu entstanden im Winter zuvor, als er von Scheveningen zu einem Ort bei Voorburg hinausfuhr, vielleicht mit genau dem Zug, den er dann malte. Die geraden Schienen und die fliehenden Masten ziehen den Blick zu einem einzigen Punkt am Horizont. Er nannte das Bild „Il vient de loin", er kommt von weit her. Rund 20 Jahre später wurde dieser stille, moderne Polder das erste Gemälde, das Helene Kröller-Müller je kaufte, der Keim der Sammlung um Sie herum.
