Landschaft mit Bach und Gehöft
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Die Geschichte
Um 1641, als diese kleine Holztafel entstand, hatten sich die Maler der jungen niederländischen Republik auf ein Motiv eingelassen, das ihren Großeltern zu unscheinbar gewesen wäre: die eigene, gewöhnliche Landschaft. Keine Mythologie, keine italienischen Ruinen. Isaac van Ostade zeigt ein Gehöft an einem Bach, einen abgelegenen, arbeitsamen Winkel Hollands, an dem ein Reisender vorbeikäme, ohne stehen zu bleiben. Die Szene ruht auf diesem Wasser und den niedrigen Hofgebäuden am Ufer, und nichts darin will groß wirken. Sie gehört in dieselbe Haarlemer Welt wie die Landschaften eines Salomon van Ruysdael, der von flachen Feldern, schlichtem Himmel und Flussufern lebte. Das kleine Bild galt später als so bezeichnend für seine Gattung, dass Wolfgang Stechow es in seinem Standardwerk zur niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts abbildete. Heute hängt es im Kunstmuseum Basel.
