
Lekythos mit einem Aulosspieler und einem Sänger
Details
Die Geschichte
Auf diesem Ölfläschchen stehen sich zwei bärtige Männer in langen Mänteln gegenüber. Der eine bläst den Aulos, zwei zugleich gespielte Rohrblattpfeifen, deren Klang eher an eine Oboe erinnert als an eine Flöte. Der andere singt und hält ein Tuch und eine flache Schale. Mit einer solchen Phiale goss man den Göttern Wein als Opfer aus, und so könnte die Szene Musik bei einer Trankspende zeigen und nicht einfach einen Vortrag. Das Bild selbst entscheidet es nicht.
Ein großer Teil des Gefäßes fehlt, und was erhalten ist, steht auf einer durchsichtigen Halterung. Der rundliche Körper ist eine frühe Lekythosform, die man sub-deianeirisch nennt, nach einem Fläschchen mit dem Bild der Deianeira, der Gattin des Herakles. Der Amasis-Maler bemalte es um die Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. Im Museum steht es neben einer Wasserkanne des Lydos, eines Malers derselben Generation.