
Claude Monet, Lilac in the Sun, 1873. Wikimedia Commons. · PD
Flieder in der Sonne
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Die Geschichte
Im Frühjahr der frühen 1870er Jahre, im Garten des gemieteten Hauses in Argenteuil vor den Toren von Paris, stellte Monet seine Staffelei vor einen Fliederstrauch und malte die Menschen, die darunter in voller Sonne ruhten. Dann malte er dieselbe Ecke unter einem grauen, bedeckten Himmel. An einem einzigen Ort zu bleiben und festzuhalten, wie das Licht dasselbe Motiv verwandelte, war damals ungewöhnlich, und diese beiden Fliederbilder gelten oft als erster Hinweis auf das, was er Jahre später ernsthaft aufgriff, als er die Heuhaufen, die Pappeln und die Fassade der Kathedrale von Rouen immer wieder zu verschiedenen Stunden malte. Hier lösen sich die sonnenbeschienenen Gestalten fast im Flimmern des Lichts auf, halb verloren zwischen Blüten und Schatten.




