
Rote Bäckchen
Details
Die Geschichte
Öffentlich gezeigt wurde diese kleine Holztafel, soweit bekannt, zum ersten Mal auf der ersten römischen Biennale 1921, 13 Jahre nach Fattoris Tod. Der Kritiker Guido Marangoni hob dort den köstlichen Gegensatz hervor zwischen den vollen, geröteten Wangen wie von einem reifen Pfirsich und dem scharfen, schneidenden Umriss des Profils. Seither war das Bild auf fast allen großen Fattori-Ausstellungen zu sehen.
Das Mädchen erscheint in strengem Profil vor leerem Grund, im dunkelgrünen Kleid, mit rotblondem Haar. Es ist ein intimes Bildnis von der Art, wie sie damals in Mode war, zusammengehalten von der harten Linie des Profils. Wann genau es entstand, ist bis heute umstritten. Mario Tinti datierte es 1926 um 1875. Dario Durbé verlegte es bei der Vorbereitung einer Pariser Ausstellung 1978 auf etwa 1882, und dieses Datum nennt heute das Museum.




