Madame Monet im Kimono (La Japonaise)

Claude Monet, Madame Monet wearing a kimono, 1876. Wikimedia Commons. · PD

Madame Monet im Kimono (La Japonaise)


Details

Künstler
Claude Monet
Jahr
1876
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
231,8 × 142,3 cm

Die Geschichte

Mitte der 1870er Jahre war Paris im Fieber für alles Japanische. Seit sich das ferne Land wenige Jahre zuvor dem Handel geöffnet hatte, füllten Fächer, Farbholzschnitte und Kimonos die Salons, und die Maler sammelten sie leidenschaftlich. Monet malte hier seine Frau Camille in einem prächtig bestickten roten Kimono, auf dem ein Samurai gerade sein Schwert zieht. Dass sie eine blonde Perücke trägt, ist kein Zufall: Monet wollte sichtbar lassen, dass hier eine Europäerin in ein fremdes Gewand schlüpft. Er stellte das lebensgroße Bild 1876 auf der zweiten Ausstellung der Impressionisten aus und verkaufte es für 2000 Francs, eine für ihn damals dringend nötige Summe. Später sprach er abfällig über das Werk und nannte es eine Spielerei, mit der er dem Publikum nach dem Munde gemalt habe. Die aufgestickte Figur des Kriegers hebt die Hand aus dem Stoff, als wollte sie aus dem Gewand heraustreten.

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