Madonna Advocata

Madonna Advocata


Details

Künstler
Unbekannter römischer Maler (11.–12. Jahrhundert)
Jahr
1137
Technik
Tempera auf mit Leinwand bezogenem Holz
Gattung
Gemälde
Maße
89 × 43 cm

Die Geschichte

Bei einer Visitation des Benediktinerinnenklosters Santa Maria in Campo Marzio in Rom wurde 1660 ein Marienbild verzeichnet, das die ersten Nonnen aus Griechenland mitgebracht hätten. Es ist diese Tafel, und das Museum hält sie für das älteste Gemälde seiner Sammlung. Es führt sie als Werk eines römischen Malers, und die Forschung vermutet darin die Kopie eines verlorenen Originals aus Konstantinopel, das einst dem Kloster gehörte. Über die Datierung ist man bis heute uneins. Die meisten setzen sie ins 12. Jahrhundert. Eine Studie rückte sie ins dritte Viertel des 11. Jahrhunderts zurück, andere zur Mitte oder ganz ans Ende des 12., ja an den Beginn des 13. Jahrhunderts, und das Museum hält die ganze Spanne offen. Der Bildtyp ist die Advocata, die Fürsprecherin. Maria wendet sich im Dreiviertelprofil, eine Hand an der Brust, die andere erhoben und geöffnet, die Geste der Fürbitte für die Gläubigen. Die flächigen Figuren und die von festen Linien umgrenzten Farbfelder folgen byzantinischen Vorbildern. Ungewöhnlich ist der kleine Christus oben links, der nach griechischem Ritus segnet und ihren Nimbus berührt. Unten verläuft die lateinische Inschrift Sancta Virgo Virginum, heilige Jungfrau der Jungfrauen, ein Titel, der zu den Nonnen passte, die das Bild hüteten. Sie schrieben ihm zu, einen Brand im Kloster gelöscht zu haben, und am 12. September 1668 wurde es vom Kapitel von Sankt Peter gekrönt.

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