
Ambrogio Lorenzetti · PD
Madonna mit Kind
Details
Die Geschichte
Ambrogio Lorenzetti malte diese kleine Tafel in Siena um 1320, als der Wandel, der die italienische Malerei nach und nach von ihren starren byzantinischen Vorbildern löste, schon eine Generation lang im Gang war. Die Verschiebung zeigt sich am Christuskind. Es ist fest in Windeln gewickelt, wie ein Säugling jener Zeit, und windet sich doch und greift aus, mit einem Gewicht und einer Weichheit, die den alten Madonnen vor Goldgrund nie eigen waren. In den 1330er Jahren sollte Lorenzetti die großen Säle des Rathauses von Siena mit Szenen der guten und der schlechten Regierung ausmalen. Hier, am Anfang seiner Laufbahn, ist der Anspruch kleiner und näher, eine Mutter, die ein zappelndes Kind vor einem Feld aus Gold hält.

