Madonna im Blumenkranz

Jan Brueghel the Elder / Peter Paul Rubens · PD

Madonna im Blumenkranz


Details

Jahr
1617
Technik
Öl auf Eichenholz
Gattung
Gemälde
Maße
185 × 209,8 cm

Die Geschichte

1617 verbot Papst Paul V., nach jahrelangem Drängen Spaniens, öffentlich zu lehren, die Jungfrau Maria sei mit der Erbsünde empfangen worden. Zum Dogma wurde die Unbefleckte Empfängnis erst 1854. In den katholischen Niederlanden der Erzherzöge Albrecht und Isabella, einer spanischen Prinzessin, hatte die Sache aber schon damals starken Rückhalt, und genau in diesen Jahren, um 1616 bis 1618, entstand diese große Tafel. Die weißen Lilien im Kranz stehen für Reinheit und damit für die Unbefleckte Empfängnis Mariens. Erst auf den zweiten Blick merkt man, dass die Madonna ein Bild im Bild ist, ein Gemälde im schwarzen Rahmen, an einem roten Band aufgehängt und mit Blumen umkränzt, so wie man tatsächlich Marien- und Heiligenbilder zum Zeichen der Verehrung bekränzte. Gemalt haben es zwei Künstler nacheinander. Zuerst führte Rubens die Madonna und die Putten aus, dann setzte sein Freund Jan Brueghel der Ältere, ein Spezialist für Blumen, die Blüten ein.

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