
Federico Barocci · PD
Madonna mit der Katze
Details
Die Geschichte
Um 1575 arbeitete Federico Barocci vor allem in Urbino, seiner Heimatstadt in Mittelitalien, wohin er sich nach einer Krankheit zurückgezogen hatte, die er Rivalen zuschrieb: Sie hätten ihn, so sagte er, in Rom vergiftet. Dieses stille, häusliche Leben prägt das Bild, gemalt für einen einheimischen Adligen, den Grafen Antonio Brancaleoni. Statt eines feierlichen Altarbilds zeigt es die Heilige Familie in einer ganz gewöhnlichen Schlafkammer. Der kleine Johannes hält einen Stieglitz außer Reichweite der Hauskatze, während das Christuskind sich von der Mutter wegdreht, um dem Spiel zuzusehen. Die Szene wirkt alltäglich, doch der Stieglitz galt seit Langem als Vorzeichen der Passion. Zu diesem kleinen Bild fand Barocci über rund 35 erhaltene Zeichnungen.




