
Armin Kleiner · CC-BY-SA-4.0
Madonna der Steinbrüche
Details
Die Geschichte
Diese kleine Tafel, kaum größer als ein Blatt Papier, malte Andrea Mantegna um 1489 in Tempera, ein Andachtsbild zum Mitnehmen für das Gebet im eigenen Haus. Maria sitzt mit dem Kind auf einem Felsen, und hinter ihr öffnet sich der Blick auf einen Steinbruch. Dort arbeiten winzige Steinmetze und hauen aus dem Berg ein Kapitell, eine Säule und einen Sarkophag. Für Mantegnas Zeitgenossen war das kein Zufall. Die Säule erinnerte an die Geißelung Christi, der Sarkophag an sein Grab, der Berg an Golgatha. Trotz des winzigen Formats wirken die Figuren monumental. Man sieht sie leicht von unten, und so blickt man unter Marias Fuß und erkennt die Sohle ihres Schuhs.




