
Andrea Mantegna · PD
Madonna der Cherubim
Details
Die Geschichte
Lange hing diese Tafel unter dem Namen Giovanni Bellinis. Erst 1885, bei einer Restaurierung durch Luigi Cavenaghi, trat unter dem Firnis die Hand Andrea Mantegnas hervor. Die Verwechslung lag nahe, denn die beiden Maler waren verschwägert: Mantegna hatte Bellinis Schwester geheiratet, und die warme Farbigkeit hier verdankt sich durchaus dem venezianischen Umkreis. Maria erscheint vor einem Himmel, der ganz aus Köpfen roter Cherubim gefügt ist, ein dichter Kranz kleiner Engelsgesichter. Nach Mailand kam das Bild 1808, als napoleonische Aufhebungen die Kirchen Venedigs leerten und ihre Werke in die Brera brachten. Das Gesicht der Madonna ist auffallend menschlich, gemalt wohl für die private Andacht.




