
Stefan Lochner · PD
Muttergottes in der Rosenlaube
Details
Die Geschichte
Um 1440 war Köln eine der großen Städte Nordeuropas, und Stefan Lochner ihr bester Maler. Diese kleine Tafel, kaum 50 Zentimeter hoch, war für das private Gebet gemacht, und man sieht ihr diese Aufgabe an. Maria thront als Himmelskönigin in einem geschlossenen Rosengarten, das Christuskind auf dem Schoß, Engel raffen einen roten Vorhang und musizieren um sie herum. Der verschlossene Garten war ein altes Sinnbild für die Reinheit Marias, und auch die Rosen tragen ihre Bedeutung. Ihr tiefblaues Gewand setzte Lochner mit winzigen dunklen Punkten, eine geduldige Technik aus der Buchmalerei, sodass der Stoff sich über einen wirklichen Körper zu legen scheint. Viel länger sollte er nicht mehr malen. Um 1451 starb er, wie Tausende in Köln, an einer Pestwelle. Für dieses zarte Bild auf Goldgrund ist er bis heute am bekanntesten.