
Attributed to Michelino da Besozzo (more probably) or to Stefano da Verona (old attribution) · PD
Madonna im Rosenhag
Details
Die Geschichte
Um 1420 liebten die Höfe Norditaliens eine Kunst aus Eleganz, Gold und feinstem Detail, die wir heute internationale Gotik nennen. Die «Madonna im Rosenhag» ist ein klares Beispiel dafür: Maria mit dem Kind sitzt in einem geschlossenen Rosengarten, dem hortus conclusus, der auf ihre Jungfräulichkeit anspielt, neben der heiligen Katharina von Alexandrien. Schmale Engel lesen, sammeln Blütenblätter und beugen sich über einen gotischen Brunnen, der an Maria als «Quelle der Gnade» erinnert, während zwei Pfauen, ein altes Sinnbild der Unsterblichkeit, zwischen den Sträuchern umhergehen. Die Tafel stammt aus dem Kloster San Domenico in Verona. Über den Urheber bleibt die Forschung geteilt: Lange Stefano da Verona zugeschrieben, wurde sie auch mit dem Lombarden Michelino da Besozzo in Verbindung gebracht, und die Frage ist nicht entschieden. Die Rosen um Maria sind eine nach der anderen gemalt.
