
Didier Descouens · PD
Madonna mit den Bäumchen
Details
Die Geschichte
Bellini signierte und datierte diese Tafel auf der Marmorbrüstung unten, 1487, erst das zweite Mal, dass er eine Jahreszahl auf ein Bild setzte. Die zwei schmalen Bäumchen zu beiden Seiten des grünen Tuchs gaben ihr den geläufigen Namen, die Madonna mit den Bäumchen. Das leise Bemerkenswerte an ihr ist das Licht. Die Madonna wirft einen weichen Schatten auf das Tuch hinter sich, und jenseits der Bäume weicht das Land zu fernen Hügeln zurück, im warmen Dunst eines venezianischen Abends. Bellini hatte kurz zuvor die Ölmalerei gemeistert, das Medium, das ihm erlaubte, den Schatten so zart in die Haut zu treiben, und diese Weichheit verdankt sich zum Teil Antonello da Messina, dem Sizilianer, der die Technik rund zehn Jahre zuvor nach Venedig gebracht hatte.




