
Rogier van der Weyden · PD
Stehende Madonna
Details
Die Geschichte
Es gehört zu den ersten Werken, die sich Rogier van der Weyden mit Sicherheit zuschreiben lassen, gemalt um 1430, als er noch ein junger Maler in den südlichen Niederlanden war. Die Muttergottes steht in einer flachen steinernen Nische und stillt das Kind. Wer den geschnitzten Bogen darüber betrachtet, findet ihn dicht besetzt mit winzigen Figuren, die grauen Stein vortäuschen: Gottvater ganz oben, die Taube des Heiligen Geistes, Adam und Eva an den Seiten, die ganze Heilsgeschichte in ein Portal gedrängt. Rogier hatte fast sicher gerade van Eycks großen Genter Altar gesehen, dessen Gewicht und Detailfülle auf dieser kleinen Tafel lasten. Es ist die linke Hälfte eines Diptychons. Der rechte Flügel mit der heiligen Katharina galt stets als schwächer und wird gewöhnlich seiner Werkstatt zugeschrieben.




