
Andrea Mantegna · PD
Madonna mit Kind und drei Heiligen
Details
Die Geschichte
Um 1490 war Andrea Mantegna längst Hofmaler der Gonzaga in Mantua und mit großen Aufgaben beschäftigt, etwa den Fresken der Camera degli Sposi. Diese kleine Tafel zeigt die andere Seite seiner Arbeit. Es ist eine Tempera auf Leinwand in bescheidenem Format, gedacht für das private Gebet, für ein Zimmer und nicht für einen Altar. Maria legt ihr Gesicht so nah an das des Kindes, dass zwischen beiden kaum Abstand bleibt. Links erkennt man eine Heilige, vielleicht Maria Magdalena, rechts den heiligen Josef und einen zweiten Heiligen, den bis heute niemand benennen konnte. Die Oberfläche ist über die Jahrhunderte stark beschädigt, und gerade deshalb halten nicht alle Fachleute das Bild für eigenhändig. Es gehört zu einer Reihe solcher intimen Madonnen, die heute in Dresden, Verona und Turin verteilt sind.




