
Anthony van Dyck / Paul de Vos · PD
Madonna mit Rebhühnern
Details
Die Geschichte
Um 1632 arbeitet Van Dyck wieder in Antwerpen, zwischen seinen italienischen Jahren und dem Aufbruch an den englischen Hof, und signiert diese Szene der ruhenden Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten, die heute in der Eremitage in Sankt Petersburg hängt. Statt eines müden Rastens macht er daraus ein Fest im Garten: Eine Schar Engel tanzt und musiziert, um das Kind zu erheitern, das sich ihnen vom Schoß Marias entgegenneigt. Landschaft und Tiere malte ein spezialisierter Mitarbeiter, Paul de Vos, besonders geschickt bei Vögeln und Getier. Daher der volkstümliche Name des Bildes: Am Boden fliegen ein paar Rebhühner auf, und in der Malerei jener Zeit spielte dieses Auffliegen der Vögel auf die unreinen Begierden an, die Marias Reinheit vertreibt. Über der Jungfrau öffnet sich eine Sonnenblume, jene Blume, die sich zum Licht dreht und als Sinnbild der zum Göttlichen gewandten Seele galt.




