Marie Anne Schotten

Marie Anne Schotten


Details

Jahr
1628
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
182,9 × 119,7 cm

Die Geschichte

1763 beschrieb ein Führer zu den Gemälden in den Kirchen der Österreichischen Niederlande dieses Bildnis in Brüssel, in der Kirche Sankt Michael und Sankt Gudula, über dem Epitaph der Familie Schotte, und nannte es einen van Dyck. Marie Anne Schotten war 1628 gestorben, und ihr Mann Charles Schotte ließ ihr dort ein Marmordenkmal errichten. Sie steht in ganzer Figur auf einer Leinwand von über 1,8 Metern Höhe. 1792 hing das Porträt noch in der Kirche. 1794 besetzten französische Revolutionstruppen Brüssel, und ungefähr damals scheint es die Kirche verlassen zu haben. Ein Jahrhundert später lieh ein Londoner Händler es zur Van-Dyck-Ausstellung, die Antwerpen 1899 zum 300. Geburtstag des Malers ausrichtete, und 1903 kaufte das Museum of Fine Arts das Bild, noch immer als van Dyck, für 26.000 Dollar. Seit den 1940er-Jahren schlagen Forscher einen anderen Namen vor, Cornelis de Vos, einen älteren Antwerpener Zeitgenossen van Dycks. Das Museum führt es heute unter de Vos und vermerkt, dass die Meinungen weiter auseinandergehen.

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