
Alessandro Varotari · PD
Mars und Venus beim Schachspiel
Details
Die Geschichte
Im Venedig des frühen 17. Jahrhunderts, als ein Großteil Italiens sich dem Barock zuwandte, hielt Alessandro Varotari die warme, sinnliche Welt Tizians am Leben. Man nannte ihn il Padovanino, den kleinen Paduaner. Hier ersinnt er eine geistreiche Szene: Mars, der Gott des Krieges, und Venus, die Göttin der Liebe, treten an einem Schachbrett gegeneinander an. An den Höfen galt das Schachspiel als ein Spiel der Liebe, und so legt der Krieger die Waffen ab, um sich mit der Göttin über dem Brett zu messen. Das ganze Bild atmet die venezianische Tradition, mit leuchtenden Inkarnaten und prächtigen Stoffen. Seit 1922 gehört das Gemälde dem Museum in Oldenburg, wohin es aus der Sammlung der dortigen Großherzöge kam.
