
Martyrium des hl. Andreas
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Die Geschichte
Mit Stricken, so erzählte es die Legenda aurea, das weit verbreitete Heiligenbuch des Mittelalters, ließ der römische Statthalter von Patras den Apostel Andreas festbinden, damit sein Leiden länger dauerte. Zwei Tage lang soll der alte Mann noch vom Kreuz herab gepredigt haben. Ein unbekannter steirischer Maler hat um 1470 den Moment dargestellt, in dem die Schergen noch am Werk sind. Die Hände hängen schon an den oberen Enden der schrägen Balken. Ein junger Bursche zieht sich am Strick hoch, ein Mann mit schwarzer Kappe kniet und verknotet die Füße, ein anderer mit weißem Turban zerrt an einem Seil um das Bein. Gekleidet sind sie nach der Mode der Zeit, mit gepufften, gestreiften Ärmeln, engen Beinlingen und spitzen roten Schuhen. Die Tafel stammt aus dem Zisterzienserstift Lilienfeld in Niederösterreich.




