Medea überlistet die Töchter des Pelias

Medea überlistet die Töchter des Pelias


Details

Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
57 × 77 cm

Die Geschichte

Lange trug dieses kleine Bild den Titel „Medea verjüngt Aison“, und unter diesem Namen taucht es in älteren Verzeichnissen bis heute auf. Das hat einen Grund, denn bei Ovid steht Medea zweimal am Kessel. Zuerst macht sie mit ihren Kräutern Aison, den alten Vater ihres Gatten Iason, wieder jung. Dann wird dieselbe Kunst zur Falle. Den Töchtern des Königs Pelias, der Iasons Vater vom Thron verdrängt hatte, verspricht sie, auch ihren Vater zu verjüngen. Zum Beweis zerstückelt sie einen alten Widder, kocht ihn, und heraus springt ein Lamm. Die Töchter töten den König, und Medea erweckt ihn nie wieder.

Das Museum Castelvecchio liest das Bild als diese zweite Geschichte. Es verweist auf den Widder und den Kessel und ganz hinten auf Medeas Flucht im Drachenwagen, die dort wie der Schlussauftritt eines Theaterstücks erscheint. Für das Museum ist es ein Destillat der esoterischen und gelehrten Kultur des späten 16. Jahrhunderts, ein Nachtstück voller Lichtreflexe und mit dem ganzen Zubehör der damaligen Magie.

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