
Mehmet, Kâhya des Großwesirs
Details
Die Geschichte
Kâhya oder Kethüda bezeichnete ursprünglich den Hausverwalter, den Mann, der den Haushalt eines hohen Herrn führte und über dessen Diener gebot. So fing auch der Kâhya des Großwesirs an. Mit der Zeit wurde daraus eines der mächtigsten Ämter der Regierung, über das ein Großteil der laufenden Geschäfte lief, und das Rijksmuseum beschreibt den Weg vom persönlichen Diener zum Berater und schließlich zum Staatssekretär. Ende der 1720er-Jahre hatte Mehmed Pascha das Amt inne, der zugleich der Schwiegersohn des Großwesirs war. Die Aufschrift auf der Leinwand nennt ihn Mehemmet Chiaia.
Vanmour malt ihn in einem grünen, pelzbesetzten Kaftan und mit einem Turban, wie er seinem Rang zukam. Nach Angaben des Museums lebte er in großem Luxus. Als er beim Aufstand von 1730 zusammen mit dem Großwesir hingerichtet wurde, durchsuchte man seine Häuser und fand in geheimen Kellern versteckte Goldschätze.




