Epitaph

Epitaph


Details

Jahr
1500
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
88,7 × 104,3 cm

Die Geschichte

Solche Tafeln hingen in der Nähe eines Grabes, und um 1500 hatten sie eine ganz handfeste Aufgabe. Man glaubte, dass die Gebete der Lebenden die Zeit einer Seele im Fegefeuer verkürzen, also bat ein Gedenkbild jeden Vorübergehenden um Fürbitte. Hier steht die Bitte in lateinischen Versen unter dem offenen Grab. Sie beginnt mit den Worten „Wer du auch bist, der du vorübergehst, sieh her und weine“. Auf dem Deckel, der daneben lehnt, steht Requiescant in pace, „sie mögen in Frieden ruhen“, in der Mehrzahl, denn gemeint sind die vier Augustiner-Chorherren, die zu beiden Seiten knien. Der ummauerte Garten dahinter ist voller kleiner Tröstungen. Drei Engel musizieren, das Christuskind spielt mit einem Steckenpferd, und Pfauen, Zeichen des ewigen Lebens, laufen zwischen den Klostergebäuden umher. Der heilige Augustinus, nach dessen Regel die Chorherren lebten, hält ein Herz in der Hand.

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