
Henri de Toulouse-Lautrec · PD
Messalina
Details
Die Geschichte
Im Winter 1900 hielt sich Toulouse-Lautrec in Bordeaux auf, die Gesundheit vom Alkohol zerrüttet, kaum ein Jahr blieb ihm noch. Dort sah er Messaline, die Oper von Isidore de Lara über die römische Kaiserin und ihre Liebhaber, und war so hingerissen, dass er seine Begeisterung durch den Saal rief, zum Ärger der übrigen Zuschauer. Das Stück ließ ihn danach nicht los. Sechs Leinwände brachte er daraus hervor, und dies ist eine davon. Er fasst die Szene von der Seite, dicht an der Bühne, wie aus der Kulisse gesehen, ein außermittiger Bildausschnitt, den er dem japanischen Holzschnitt verdankte. Die Rot- und Grüntöne sind bewusst grell, abgestimmt auf eine Handlung, die mit dem Tod der Liebhaber der Kaiserin endet. Bilder wie dieses malte er 1901, im Jahr seines Todes, mit 36 Jahren.




