
Eugène Louis Boudin · PD
Nebel, Bordeaux
Details
Die Geschichte
Boudin malte dieses kleine Bild um 1875, in den Jahren, in denen seine Familie in Bordeaux lebte, einer geschäftigen Flusshafenstadt, mit der er nie recht warm wurde. Was er liebte, war das Wetter, und hier überlässt er ihm fast die ganze Tafel: ein weicher grauer Dunst über dem Strom, Masten und Kais des Hafens, die sich darin auflösen, ein wenig Rosa im Gewölk. Das konnte er besser als fast jeder andere. Der ältere Maler Corot nannte ihn den König der Himmel, und Jahre zuvor war es Boudin gewesen, der an der normannischen Küste den halbwüchsigen Claude Monet überredet hatte, das Atelier zu verlassen und im Freien direkt nach der Natur zu malen. Die erste Impressionisten-Ausstellung war erst im Jahr davor, 1874, in Paris eröffnet worden, mit Boudin unter den Beteiligten, und diese feuchte kleine Tafel ist genau die Art rascher Freiluftstudie, die ihn dorthin gebracht hatte.




