
Das Quellwunder Mosis
Details
Die Geschichte
Das Belvedere verzeichnet dieses Blatt als Vorlage für einen Kupferstich aus dem Augsburger Verlag von Johann Georg Hertel und datiert es nach 1755. Augsburg gehörte damals zu den betriebsamsten Verlagsorten für Druckgrafik im Heiligen Römischen Reich, seine Verleger brachten nummerierte Stichfolgen mit biblischen Szenen und Ornamenten heraus. Franz Sigrist der Ältere malte die Szene in Öl auf Papier und nur in Grau, so fand der Stecher Licht und Schatten bereits vorgegeben. Mose hebt den Stab, aus dem Felsen schießt Wasser, und die Israeliten drängen heran, um zu trinken. Einer liegt am Boden und trinkt direkt aus dem Rinnsal. Vorne steht eine prunkvolle Kanne mit geschwungenem Henkel, ein Gefäß, wie man es im 18. Jahrhundert auf der Tafel sah, mitten in der Wüste.
