
Anton Einsle · PD
Mutter und Kind
Details
Die Geschichte
Mutter und Kind blicken uns direkt an, die Mutter mit einem warmen Lächeln, und zwischen ihnen liegt ein kleines Andachtsbild des heiligen Ignatius. Das Belvedere vermutet, dass es auf den Namenspatron des Kindes verweist oder auf den des Vaters, der selbst nicht im Bild ist. Anton Einsle malte das Doppelbildnis 1830 in Prag, der Hauptstadt Böhmens im Kaisertum Österreich. Dort hatte er sich nach dem Studium an der Wiener Akademie als Porträtist niedergelassen. Wer die beiden waren, ist nicht überliefert. Ihren Stand zeigt er dafür umso genauer. Da ist die gewaltige Haube aus Spitze und glänzendem, fliederfarbenem Band über den dunklen Locken, die goldene, mit Perlen besetzte Gürtelschnalle und der schimmernde Seidenstoff des modischen Kleides. Um den Hals des Kindes im blauen Kleidchen liegt eine Kette aus kleinen orangefarbenen Kugeln.