
Philippe de Champaigne · PD
Mutter Catherine-Agnès Arnauld und Schwester Catherine de Sainte-Suzanne de Champaigne
Details
Die Geschichte
1662 malt Philippe de Champaigne diese Leinwand als privates Dankopfer. Seine einzige noch lebende Tochter Catherine war Nonne im Kloster Port-Royal bei Paris und 14 Monate lang fiebrig und halbseitig gelähmt gewesen, jenseits dessen, was die Medizin der Zeit vermochte. Die Oberin, Mère Agnès Arnauld, begann eine Novene, ein neuntägiges Gebet, und Catherine gewann allmählich die Herrschaft über ihren Körper zurück. Champaigne zeigt die beiden Frauen in dem Augenblick, in dem die Hoffnung zurückkehrt. Ein einziger Lichtstrahl fällt auf die betende Oberin, während die schon genesende Tochter neben ihr sitzt. Er schenkte das Bild dem Kloster mit einer lateinischen Inschrift, die die Heilung berichtet. Port-Royal war eine Hochburg der Jansenisten, die damals von Kirche und Krone zugleich bedrängt wurden.

