
Philippe de Champaigne and workshop · PD
Dreifachbildnis des Kardinals de Richelieu
Details
Die Geschichte
Dieses Bild wurde nicht zum Aufhängen und Bewundern gemalt. Es war ein Werkzeug für einen Bildhauer. Um 1642 malte Champaigne den Kopf des Kardinals Richelieu dreimal auf dieselbe Leinwand, von vorn und im Profil nach beiden Seiten, damit ein Künstler eine Büste formen konnte, ohne das Modell vor sich zu haben. Das Werk ging von Paris nach Rom, zum Bildhauer Francesco Mochi. Über eines der Profile schrieb der Maler, dieses sei das bessere der beiden. Der Kardinal trägt die rote Mozetta und das blaue Band des Ordens vom Heiligen Geist, dessen Taube unten zu sehen ist. Richelieu, der Mann, der Frankreich im Schatten des Königs regierte, sollte im Dezember desselben Jahres 1642 sterben. Das Verfahren war nicht neu: Einige Jahre zuvor hatte man ein Dreifachbildnis des englischen Königs Karl I. nach Rom geschickt, damit Bernini daraus eine Büste formte.

