
Mystische Vermählung der hl. Katharina
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Die Geschichte
Um 1415 bis 1420 in Wien gemalt, erzählt diese kleine Tafel eine Legende, die damals noch jung war. Katharina von Alexandria soll im frühen 4. Jahrhundert als Märtyrin gestorben sein, doch ihre Vision, in der das Christuskind sie zur Braut nimmt, taucht schriftlich erst im 14. Jahrhundert auf. Maria, in einen tiefblauen Mantel gehüllt, hält das Kind auf dem Schoß. Es beugt sich zur Heiligen hinüber und greift nach dem Palmzweig der Märtyrer, den sie ihm reicht. Katharina trägt die Mode eines Fürstenhofs jener Jahre, ein rotes Kleid, das von den Schultern gleitet, dazu eine pelzbesetzte Haube. Neben ihr liegt auf der Bank ein kleines goldenes Rad, das Zeichen ihres Martyriums, und aus ihrer Hand rollt sich ein langes weißes Schriftband über den grünen Brokat.